Den eigenen japanischen Garten anlegen

Lotus

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Einleitung

Japanische Gärten sind beliebt wie eh und je. Für viele Menschen bleibt aber die Gartengestaltung als japanischen Garten aber ein Traum – obwohl dafür kein Grund besteht. Jeder kann ein solchen Garten anlegen. Es ist unerheblich, wo Ihr Garten sich befindet. Aus jedem Stück Land kann man ein kleines Paradies verwirklichen. Auch ist die Größe völlig egal, da einige schon wunderschöne Gärten entwickelt haben, die auf 2 Quadratmeter Platz finden.
Hauptsächlich führt aber eine sorgsame Planung zu den besten Gärten. Lassen sie sich ach von anderen japanischen Gärten inspirieren. Die Google Bildersuche hilf Ihnen dabei.

Pflanzen

Grundsätzlich kann man Bambus empfehlen. Bambus sieht sehr asiatisch aus und ist dabei sehr pflegearm. Entgegengesetzt sind die Bonsaikiefern, die sehr schön aussehen, dabei aber sehr viel Pflege in Anspruch nimmt. Bei den Bäumen kann man getrost zu Pflaumen und Kirschbaumen greifen. Diese Bäume sehen nicht nur prachtvoll aus, sondern geben auch eine schöne Duftnote. Gerade der Kirschbaum hat in Japan eine beträchtliche Symbolik.

Wege

Achten Sie auf die Wege. Wege kann man sehr gut Rinde oder Kieselsteine auslegen. Der Weg führt verschlugen durch Ihren Garten, damit auch keiner Ihre kostbaren Pflanzen zertreten. Auch am Rand des Weges können Sie ruhig Fackel oder elektrische Lichter installieren. Gerade abends gibt es mit Lichtern einen wunderschönen Blick.

Skulpturen

Es gibt schon viele Onlineshops mit schönen Elementen für japanische Gärten. Hervorzuheben wäre dieser Tor bogen für den Eingang Ihres Gartens. Diese Steinlaterne ist auch nicht zu verachten. Wer jedoch mehr Persönlichkeit und Einzigartigkeit muss eventuell zum Tischler oder Bildhauer oder eben selber herstellen.

Sitzplätze

Sitzplätze wie Sitzbänke sind sehr wichtig, da man auch die Ruhe und Schönheit des Gartens genießen möchte. Grundsätzlich könnte man so eine Sitzbank aus Stein auswählen. Jedoch auch hier ist Einzigartigkeit schöner. Besorgen Sie sich Stein und Holz aus dem Baumarkt und bauen Sie Ihre eigene Sitzbank.

Fazit

Grundsätzlich ist dieser Artikel eher als Ratgeber zu verstehen. Sie müssen nicht nur Elemente aus diesem Text in Ihren Garten einfügen. Lassen Sie Ihre Kreativität freien Lauf. Nur dann wird der Garten wunderschön.

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Teil 2: Elemente im japanischen Garten

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Steine und Sand

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Einleitung

Nun kommt der zweite Teil aller Elemente eines japanischen Gartens. Hier finden Sie den ersten Teil, wenn Sie diesen noch nicht gelesen haben sollten.

Sand und Kies

In vielen japanischen Gärten findet man geharkten Sand bestehend aus zerkleinerten weißen oder beigen Granit. Die frühesten Shinto-Schreine benutzten Waldlichtungen, in denen der Boden gereinigt und den Geistern gastfreundlich gemacht wurde. Oftmals barg der Sand Wellen, damit eine Ähnlichkeit zu Gewässern entstand.
Kieselsteine hatten ungefähr immer die gleiche Größe und Farbe. Diese wurde an den umliegenden Ufern eingesammelt. Meist wurde die Größe vergleichbar eines Hühnereis benutzt.

Sträucher

Moderne Gärten haben Hunderte Arten von Pflanzen wie Blumen, Reben, Schilf und Gräser und werden täglich gepflegt. Dabei haben alle Pflanzen eine andere Bedeutung. In historischen Gärten sind die Pflanzen heutzutage meist sehr begrenzt, da die Pflege in andere Elemente intensiver ist.

Steine

Auch Steine haben eine große Bedeutung für die Gärten. Dabei können sie alle Größen und Formen besitzen. Diese wurden bereits in den Anfängen eingesetzt. Der „Sinn“ und die Ästhetik des Gartens werden oft diskutiert – bisher ohne Erfolg. Gemutmaßt wird, dass mit Steinen die Ehrfurcht vor dem Göttlichen gezeigt wurde und diese wiederum in den Gottesdiensten benutzt wurden. Dabei spielten auch die Auswahl und Platzierungen von den Steinen eine Rolle.

Bäche

Jüngste Ausgrabungen haben beim Palast in Nuru gezeigt, dass der Garten einen Bach besitze. Japanische Gärten mit einem Bach nannten die Japaner Yarimizu. Der Bach steht im Zusammenhang mit dem taoistischen Begriff für die ständige Vergänglichkeit.

Bäume

Als Bäume wurden hauptsächlich Kiefern benutzt. Die täglich gestutzt wurden. Ein Baum zeigt im japanischen Denken ein langes Leben. Genauso wie ein Mensch muss ein Baum sich winden und verbiegen, um Prüfungen des Lebens standzuhalten.

Wasserfälle

Bei Wasserfällen unterscheidet man zwischen den bekannten Wasserfällen mit Quellen und den trockenen Wasserfällen, wobei man nur eine trockene Steinformation erkennen kann. Diese trockenen Wasserfälle waren meist vorher normale „feuchte“ Wasserfälle. Die Gärten kennen 10 verschiedene Bauformen.

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Teil 1: Elemente von einem japanischen Garten

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japanischer garten wasserfall

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Einleitung

Es gibt keinen „typischen“ japanischen Gärten und daher wird auch nicht erwartet, jedes Element in einen Garten reinzubauen. Zusätzlich sollte man bedenken, dass diese Gärten nie „fertig“ sondern ständig im Wandel sind. Elemente werden wieder herausgenommen, abgeändert oder neue hinzugefügt. Mit diesem Eintrag, werte Leser, wollen wir Ihnen die typischen Elemente japanischer Gärten aufzeigen. Wir geben keine Garantie auf Vollständigkeit. Sollten Sie ein Element vermissen, hinterlassen Sie uns eine E-Mail oder ein Kommentar.

Gebäude

Gebäude, die neben oder in japanische Gärten gebaut werden, haben eine entscheidende Bedeutung für das Verständnis. Seit den Anfängen der japanischen Gärten wurden Gebäude auch als Stilmitteln benutzt. Dazu gehören Paläste, noble Villen, Residenzen von Mönchen, Teehäuser, Privathäuser oder Pavillons. Viele Gebäude wurden mit einer bemerkenswerten Transparenz gebaut, damit die Besucher nicht nur den Garten bewundern konnten.

örtliche Gegebenheiten

Auch die örtlichen Gegebenheiten wurden berücksichtigt. Übersetzt wurde dieser Umstand „geliehene Landschaft“ genannt. Gemeint werden hier Berge, Wasserfälle oder andere Werke.

Brücken

Abhängig von der Größe und Art des Teiches oder Gewässers mit Inseln gehören im Allgemeinen Brücken dazu. Diese verbinden die Inseln mit den Ufern miteinander. In der Heianzeit waren einige der Brücken der großen Teiche so groß, dass Boote darunter passieren konnten. Sie wurden aus Holz oder Stein gebaut. Dabei hieß eine hölzerne Brücke sori Baschi und eine Brücke aus Stein sori Ishibashi. In Gärten mit vielen kleinen Teichen wurden oft nur Steinplatten als Brücke verwendet.

Inseln

Sehr früh wurden auch Inseln in die Gärten integriert. Oftmals werden dann diese Inseln mit Brücken mit anderen Ufern verbunden. Einige Inseln wurden jedoch auch komplett isoliert gelassen. Diese Inseln konnten aus Sand oder Steinen bestehen. Inseln haben eine wichtige Rolle in der hindubuddhistischen und daoistischen Mythologie.

Laternen

Zuerst wurden Stein- oder Bronzelaternen wohl nur für Beleuchtungen der Wege benutzt. Später wurden diese dann in das Design komplett mit reingenommen. Sie wurden oft in der Nähe von Wasser hingestellt und bei den Eingängen zu wichtigen Gebäuden. Steinlaternen gibt es in einer Vielzahl von Größen und Formen und haben teilweise sogar eigene Namen. Der Gebrauch von Laternen wurde sehr unterschiedlich gehandhabt. Einige Gärten besitzen keine Laternen und andere wiederum 20 oder sogar 30 davon.

Pfade

Damit der Besucher keine Schäden an den Garten verursachen, haben die Designer Pfade angelegt. Diese sind dann auch genau gekennzeichnet und eindeutig. Meistens wurde Kies oder Steine als Pfad benutzt. Viele Wege sind so aufgebaut, dass der Besucher nur langsam vorankommt. Dies soll sicherstellen, dass der Besucher sich auch die Zeit zu nehmen den Garten vollkommen zu bewundern. Mittlerweile sind in vielen japanischen Gärten einige Wege gesperrt, da diese besonders schützenswert sind, restauriert werden oder aus privaten Gründen.

Gewässer

Im japanischen Glauben wird Wasser meist mit Reinheit gleichgestellt. Damit auch die geistige Reinheit gemeint. Teiche und Bäche wurden von Anfang an in japanischen Gärten integriert. In den Gärten der Nara- und Heian Periode war der See mit Booten die Hauptkomponente des Gartens. Diese Gewässer wurden zusätzlich mit Drachenbooten mit exotischen Design verziert. Die Gewässer haben oft sehr unterschiedliche Küstenlinie. Vom einfachen Treffen Land und Wasser, über Holzpfosten bis hin zu regelrechten Klippen. Sand- und Kiesstrände waren auch sehr verbreitet.

Weiterlesen Teil 2

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Japanischer Garten, mehr als nur Gartengestalltung

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Einleitung

garden with pond in asian style

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Der japanischer Garten ist eine wichtige japanische Kunstform, die seit mehr als 1000 Jahren verfeinert wird. Gärten entwickelten sich zu einer Vielzahl von Stilen und unterschiedlichen Zwecken, wie die Steingärten die für den religiösen Gebrauch für Zen-Mönchen entwickelt wurden. Große Gärten können in Japan gefunden werden, besonders viele in der ehemaligen Hauptstadt Kyoto.

Japanischer Gartentyp

Die herrschenden Kasten wie die Aristokraten, Mönche, Krieger, Politiker und Industrielle haben hauptsächlich die Gärten entwickelt. Dabei hatten die Gärten verschiedene Zwecke, wie Freizeitvergnügen oder religiöse Erfüllung. Die Entwicklung der Gärten lässt sich grob mit den historischen Epochen Japans vergleichen, deren zeitgenössische kulturelle und religiöse Merkmale in den verschiedenen Gartenarten reflektiert werden. Während einige dieser Gartenarten im Laufe der Zeit verschwunden sind, findet man andere heute immer noch.

Das frühe Japan (vor 794) – Nara Zeit

Eines der frühesten Formen des japanischen Gartens waren heilige Stätten inmitten der Natur, die der Menschen mit Kieselsteinen markiert hatte. Vor der Einführung der chinesischen Kultur vom Festland kann diese frühe Form von Garten bei einigen alten Shinto-Schreine erkannt werden, z. B. an dem Ise Schrein, dessen Gebäude sind durch Kieselsteine umgeben.

Die schnell verbreitende Annahme der chinesischen und buddhistischen Kultur aus dem 6. Jahrhundert prägten die japanischen Gärten gravierend. Während dieser Zeitepoche wurden die Gärten am kaiserlichen Palast für die Erholung und Unterhaltung des Kaisers und dessen Aristokraten gebaut. Sie hatten Teiche und Bäche als ihre Schwerpunkte und enthielten viele buddhistische und taoistische Elemente. Das war ein Versuch berühmte Landschaften zu reproduzieren.

Leider hat aber keiner dieser Schlossgarten bis heute überlebt. Auf der Grundlage archäologischer Funde in Nara wurde der East-Palace-Garden beim Heijo Palast akribisch rekonstruiert und der Öffentlichkeit in den 90er Jahren zugänglich gemacht und bietet den Besuchern damit eine gute Einsicht dieser frühen Art der japanischen Gärten.

Heian-Zeit (794-1185)

In der ruhigen Heianzeit wurde die Hauptstadt nach Kyoto verlegt, wo die Aristokraten hauptsächlich der Kunst zuwendeten. Sie begann mit dem Bau der Shinden Gardens bei ihren Palästen und Villen, große Gärten, die für aufwendige Partys und für Freizeitaktivitäten wie Bootfahren und Angeln gebraucht wurden.

Die Shinden Gärten wurden sehr im Detail in den klassischen Roman „Tale of Genji“ beschrieben. Entwickelt nach chinesischem Konzept, besaßen die Gärten große Teiche und Inseln mit Bogenbrücken, unter denen sogar Schiffe passieren konnten. Einen mit kiesbedeckten Vorplatz des Gebäudes wurde zur Unterhaltung genutzt, während ein oder mehrere Pavillons über dem Wasser benutzt wurden. Bis heute hat kein Shinden Garden überlebt, einige große Teiche wurden jedoch gefunden. Diese wurden dann in andere japanischen Gärten eingearbeitet wie der Osawa Teich in den Daikakuji Tempel in Kyoto.

In der späten Heianzeit gewann der Buddhismus sehr an Beliebtheit, die ihren Anhängern Stellen im westlichen Paradies des Amida Buddha versprachen. Folglich wurden Gärten gebaut, die das buddhistische Paradies ähneln. Ähnlich wie im Design Shinden Gardens, kennzeichnete sie einen großen Teich mit Lotusblumen und Inseln, sowie schöne Pavillongebäuden.

Auch hier haben keine Gärten überlebt, aber der Uji Byodoin Tempel und Hiraizumi Motsuji Tempel haben viele wichtige Elemente dieser Art bewahrt.

Kamakura und Muromachi Periode (1192-1573)

Zu Beginn der Kamakura-Periode wurde eine Machtverschiebung von dem aristokratischen Hof zur militärischen Elite erkennbar. Die militärischen Machthaber sympathisierten mit den neu eingeführten Zen-Buddhismus, die einen starken Einfluss auf Gartengestaltung ausüben wird. Gärten wurden oft an Tempel angebaut, wo Mönche sie benutzten, um zu meditieren und um religiösen Erkenntnissen zu erlangen.

Die Gärten wurden in dieser Zeit auch kleiner, einfacher und minimalistisch, unter Beibehaltung viele der Elemente wie zuvor, wie Teiche, Insel, Brücken und Wasserfällen. Die extremste Entwicklung hin zu Minimalismus war der Karesansui Dry Garten, die nichts mehr als Steine, Kies und Sand benutzte, um alle Elemente des Gartens darzustellen.

Viele Gärten aus dieser Zeit haben in Japan überlebt, vor allem in führenden Zen Kyoto Tempel, wie Ryoanji, Daitokuji, Tenryuji und Kokedera. Einige ältere Beispiele sind auch in Kamakura zu finden, einschließlich der frühen Zengärten Zuisenji und Kenchoji.

Azuchi-Momoyama Periode (1573-1603)

Teegärten (Chaniwa) waren schon bereits in Vorperioden zum Halten der Teezeremonie benutzt, aber ihr Höhepunkt ihrer Entwicklung war während der Azuchi-Momoyama Periode, als die zeitgenössische Teemeistern ihre Technik verfeinerten und perfektionierten erfüllten sie damit dem Geist des „Wabi“.

Teegärten sind einfach und zweckmäßig. Ein Steinweg führt vom Eingang zu einem Teehaus. Steinlaternen bieten Beleuchtung und ist dazu dekorativ, während ein Waschbecken (tsukubai) für die rituelle Reinigung verwendet wird. Viele Teegärten in Japan haben bis heute überlebt, obwohl viele von ihnen in größeren Garten eingearbeitet wurden.

Edo-Periode (1603-1867)

In der Edozeit gingen die Gärten aus dem Minimalismus, der Muromachi Periode als die herrschende Klasse ihre Vorlieben für Extravaganz und Erholung wiederentdeckt hatte. Das Produkt waren große Gärten mit Teichen, Inseln und künstliche Hügel, die aus einer Vielzahl von Aussichtspunkten entlang einem Rundweg genossen werden konnte. Viele Gärten enthielten ebenfalls Elemente der Teegärten.

Die regionalen Feudalherren konstruierten die Gärten sowohl in ihren Heimatorten sowie bei ihren sekundären Villen. Daher können wir die Gärten heute in der Regel in ehemaligen Burgstädten finden und sind überall in Tokio verstreut. Zu den bekanntesten Gärten gehören Kanazawa Kenrokuen, Okayama Korakuen, Takamatsu der Ritsurin Koen, Kyoto kaiserliche Villa Katsura, Tokios Rikugien und Koishikawa Korakuen.

Im Gegensatz dazu sind Tsuboniwa sehr kleine Gärten zu finden, die bei der Stadtbevölkerung beliebt wurde. Diese Minigärten (man bezieht sich auf die Fläche von zwei Tatamimatten) in den kleinen Innenhöfen innerhalb oder zwischen Reihenhäusern führt zu einem Hauch von Natur sowie Licht und frische Luft.

Tsuboniwa können in einige der historischen Residenzen von Händler besucht werden. Sie sind heute sehr beliebt, denn es fehlt viel Platz für diesen Luxus.

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